Bericht 002

Autor:
Dr. Rolf Giesemann (†)
Westerkappeln

Fotos:
privat

 

© Kultur- und Heimatverein Westerkappeln e.V

Naturschutzgebiet "Düsterdieker Niederung"

Die Umsetzung des Feuchtwiesenprogramms NRW - eine Wende von dem konservierenden Naturschutzgedanken zur biotopvernetzenden Wiederherstellung von "Feuchtgrünland-Flächen" in der rheinisch-westfälischen Tiefebene begann 1985. In Zusammenarbeit mit den beteiligten Landwirten wurden die noch im Lande vorhandenen Grünlandflächen in einem Netz von Schutzgebieten (Trittsteinbiotope) zusammengefasst. Im Kreis Steinfurt wurden so bis heute ca. 6.000 ha Feuchtwiesen als Naturschutzgebiete ausgewiesen. Davon in der Gemeinde Westerkappeln allein 1.434 ha, ohne die zum Gemeindegebiet gehörenden Teile des Truppenübungsplatzes.

Die Anstrengungen des Landes NRW auf diesem Gebiet konnten nur auf Grund des neuartigen "Vertragsnaturschutzes" erfolgreich sein. Das in den Naturschutzgebieten gelegene intensiv genutzte Grünland muss nach vorgegebenen Plänen gepflegt und zu extensiver Nutzung zurück geführt werden, wozu auch teilweise ein bestimmter Vernässungsgrad gehört. Diese notwendigen und aufwändigen Pflegearbeiten können nur mit Hilfe der ortsansässigen Landwirte erfolgen. Laufend notwendige Optimierungsmaßnahmen - dazu gehören auch sich ergebende Gebietserweiterungen - werden auch durch EU-Finanzmittel unterstützt.

Als gefährdete Tier- und Pflanzenarten sind u.a. der "Große Brachvogel", die "Uferschnepfe", das Braunkehlchen", das "Gefleckte" und das "Breitblättrige Knabenkraut" (= Orchideen) hier heimisch.


Großer Brachvogel

Uferschnepfe

Braunkehlchen

Knabenkraut