Naturschutzgebiet "Düsterdieker Niederung"
Die Umsetzung des Feuchtwiesenprogramms NRW - eine
Wende von dem konservierenden Naturschutzgedanken zur biotopvernetzenden
Wiederherstellung von "Feuchtgrünland-Flächen"
in der rheinisch-westfälischen Tiefebene begann 1985. In
Zusammenarbeit mit den beteiligten Landwirten wurden die noch
im Lande vorhandenen Grünlandflächen in einem Netz von
Schutzgebieten (Trittsteinbiotope) zusammengefasst. Im Kreis Steinfurt
wurden so bis heute ca. 6.000 ha Feuchtwiesen als Naturschutzgebiete
ausgewiesen. Davon in der Gemeinde Westerkappeln allein 1.434
ha, ohne die zum Gemeindegebiet gehörenden Teile des Truppenübungsplatzes.
Die Anstrengungen des Landes NRW auf diesem Gebiet
konnten nur auf Grund des neuartigen "Vertragsnaturschutzes"
erfolgreich sein. Das in den Naturschutzgebieten gelegene intensiv
genutzte Grünland muss nach vorgegebenen Plänen gepflegt
und zu extensiver Nutzung zurück geführt werden, wozu
auch teilweise ein bestimmter Vernässungsgrad gehört.
Diese notwendigen und aufwändigen Pflegearbeiten können
nur mit Hilfe der ortsansässigen Landwirte erfolgen. Laufend
notwendige Optimierungsmaßnahmen - dazu gehören auch
sich ergebende Gebietserweiterungen - werden auch durch EU-Finanzmittel
unterstützt.
Als gefährdete Tier- und Pflanzenarten sind
u.a. der "Große Brachvogel", die "Uferschnepfe",
das Braunkehlchen", das "Gefleckte" und das "Breitblättrige
Knabenkraut" (= Orchideen) hier heimisch.

Großer Brachvogel
|

Uferschnepfe
|

Braunkehlchen
|

Knabenkraut
|